Mars

Ursprüngliche Fassung

Hier zunächst der ursprüngliche Text aus dem TeXXS-Ray.

Théon stand in einen schweren Mantel gehüllt auf den Klippen über dem Meer. Weit über ihm hasteten rauchige dunkle Wolken am Mond vorüber und sorgten für eine wechselhafte, fahle Beleuchtung. Das Meer brüllte am Fuß der Klippen, wild und gefährlich selbst in den friedlichsten Zeiten. Der Schaum auf den Wellenkämmen fluoreszierte im silbrigen Mondlicht. Théon beobachtete nachdenklich, wie sich Welle um Welle auftürmte, um sich unermüdlich gegen die Felsen zu werfen. Kein Wunder, daß so viele Sagen von den Meerespferden handeln. Die weiß schäumenden Gischtmassen, die sich wieder und wieder selbst überholten, sahen wirklich fast wie springende Pferde aus. Théon atmete tief ein und genoß den Geruch des Salzes in seiner Nase. Dann ließ er seinen Blick über die Bucht schweifen. Zu seiner Linken fiel die Klippe sanft ab, bis sie in einen groben schwarzen Kiesstrand mündete. Dort erhoben sich die Mauer und die Türme der Stadt, ein vertrauter Anblick. Eine schwere Kette versperrte nachts die Hafeneinfahrt. Die Masten der stattlichen Handelsbarken und der kleineren Fischerboote wogten im Rhythmus der Wellen wie ein Schilfmeer. Einige kleinere Boote waren auf dem Strand außerhalb der Hafenmauern gezogen worden, bei niedriger Tide weit oberhalb der Wasserlinie. Die Häuser hinter der Mauer lagen in nachtschlafenem Dunkel, nur im Turm des Nachtwächters brannte ein einsames Licht. Eine Katze schlich anmutig über einen Dachfirst. Vor den Toren der Stadt öffnete sich die Tür einer der wackligen Katen, die sich an die Mauern lehnten und eine Gestalt trat heraus, um zu dem Abort in der Hofecke zu schlurfen. Théons übermenschlich scharfer Blick konnte mühelos Details ausmachen: das dünne Nachthemd mit dem Flicken am Kragen, die abgewetzte Strickweste. Beinahe liebevoll betrachtete er die ärmliche Gestalt. Sein Volk. Seine Fischer, seine Händler. Und weiter oben, in einsamen Höfen, die sich an die steilen Hänge des Gebirges schmiegten, seine Weinbauern. Gute Leute, zurückhaltend, aber tüchtig und ehrlich. Doch noch bevor die Nacht zu Ende war, würde dies alles zerstört sein, ausradiert von der Oberfläche der Welt. Und es gab nichts, was er dagegen tun konnte.

 

Was stört an dem TeXt? Und wie könnte man ihn verbessern?

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