Die Pluspunkte der TKT liegen eindeutig im praktischen Arbeiten ...

 

Mit Schreibschulen habe ich seit 1998 bereits jede Menge Erfahrungen gemacht. Ich hatte immer das Bedürfnis, mir zum einsamen Schreiben am Schreibtisch zu Hause etwas Begleitung zu suchen und ich dachte, ich komme so schneller weiter als alleine.

Zuerst habe ich Fernstudien mitgemacht: Drei Jahre Axel-Andersson-Akademie (AAA), "Die große Schule des Schreibens". Dann ein Jahr Weltbild-Autorenschule: Ich muss zugeben, ich habe mich immer sehr auf das nächste Heft gefreut (sie waren sehr ansprechend aufgemacht), aber nach ca. 20 Heften bekam ich plötzlich ohne Ankündigung keine Post mehr. Zwischendurch habe ich auch mal ein VHS-Drehbuchseminar, Schreibwerkstätten und Schreibgruppen besucht. Der persönliche Kontakt zu Mitautoren ist durch nichts zu ersetzen und als Ergänzung zu Internetprojekten wie der TKT oder zu Fernstudien würde ich es unbedingt empfehlen.

Trotzdem hat mir die TKT [...] bisher am meisten gebracht. Die Verbindung zum Internet steht immer, und wenn ich mal Ermunterung brauchte, habe ich einen Hilfeschrei losgelassen und bekam sofort Zuspruch von mehreren Seiten. Sicher, ich muss offen sein für Kritik, bereit sein, an mir zu arbeiten – und ich persönlich schätze ehrliche Kritik, weil die mich wirklich weiterbringt - aber ich bekomme auch jede Menge Motivation.

Natürlich habe ich überall etwas gelernt, blättere heute noch oft in meinen Lehrheften und Unterlagen der Fernstudien nach, aber so effektiv und praxisbezogen wie die TKT war keine Schreibschule. [...] Seit ich in der TKT mitmache, bin ich durchgehender versorgt, rufe fast jeden Tag mit Spannung meine Mails ab.

Ich kriege nicht nur prompt Antworten und Kommentare zu meinen eigenen Arbeiten, nein, ich kann auch die Arbeiten der anderen verfolgen und diese selbst kommentieren. Das inspiriert und bringt weiter, man ist ständig mit anderen Schreibenden im Kontakt und erfährt sich quasi auch als "Lektor". Am Anfang dachte ich, das kann ich nicht. Mittlerweile weiß ich, dass ich häufig genau die Stellen aufspüre, die auch die Mitautoren bemängeln.

Und es ist immer interessant, zu lesen, wie andere ein- und dieselbe Frage beantworten und was andere zu einem Text sagen. Ich erfahre mich in der TKT quasi auf mehreren Ebenen: Als Autor, als Lesender, als Korrigierender, als Mitverfolger. Und es ist einfach ein Unterschied, ob man von einem Lektor betreut wird oder von mehreren wie in der TKT. Und ob man seine Arbeiten per Brief kommentiert bekommt oder per E-Mail: Nicht immer waren die Antworten meiner Lektoren der weiß Gott nicht gerade billigen AAA erschöpfend, nicht immer habe ich verstanden, was sie mit ihren Kommentaren meinten (kein Mensch bringt auch alles auf Anhieb Hundertprozent rüber). Aber wenn ich dann im nächsten Brief nachgehakt hatte, ging man oft einfach nicht mehr darauf ein. Dieser Punkt hat mich massiv gestört. Nach dem Motto: Vogel, friss oder stirb.

In der TKT übers Internet ist das kein Problem. Wenn ich etwas nicht verstehe  oder einfach mal etwas anderes nachfragen will, schicke ich eine Mail ab und bekomme die Antwort oft schon innerhalb eines Tages. Außerdem ist der Kontakt viel persönlicher, man lernt Moderatoren und Mitteilnehmer schneller und besser kennen als per Brief, sie sind "greifbarer". Und man glaubt gar nicht, wie viel Persönlichkeit schon allein durch eine Mail rüberkommen kann ...

Die Pluspunkte der TKT liegen eindeutig im praktischen Arbeiten und in der persönlichen Betreuung. Und darauf kommt es mir persönlich letztlich am meisten an. Dies ist sogar besser als in einem physischen Kurs, der Einzelne kommt irgendwie besser zum Zug und es wird hier mehr auf die Details eingegangen. In den Schreibwerkstätten, die ich besuchte, wurde jedenfalls weniger Praxis vermittelt und auch weniger konkret auf meinen persönlichen Schreibprozess eingegangen.  

Sabine, 39, Stuttgart

 

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